Autor: Champ

Urlaub mit Pferd – Reisevorbereitungen

Wer kennt ihn nicht, den Traum vom Urlaub mit dem eigenen Pferd. Eine längere Reise oder ein Wanderritt sollte jedoch, damit alles reibungslos läuft, gut geplant und vorbereitet werden. Während für die kurze Reise lediglich an Equidenpass, Transportsicherung für das Pferd (Transportgamaschen), Wasser und Heu gedacht werden muss, stellen längerer Reisen höhere Anforderungen an Sie als Pferdebesitzer. Wir haben Ihnen eine „kleine Abhakliste“ zusammengestellt, damit der Urlaub für Sie und Ihr Pferd zu einem unvergesslichen Erlebnis ohne Schattenseiten wird.


Bereiten Sie Ihr Pferd im Vorfeld konditionsmäßig vor!

Welche Art von Urlaub fassen Sie ins Auge?

Während ein Lehrgang in den meisten Fällen weniger Vorbereitung im Sinne von Konditionssteigerung benötigt, kann ein Wanderritt, womöglich in gebirgige Gegenden, ein höheres Maß an Kondition benötigen. Es ist zu empfehlen durch eine ernährungsbedingte Unterstützung für eine lockere, gut genährte Muskulatur des Pferdes zu sorgen.


Werbung EquiGreen


Versicherungsschutz checken

Erkundigen Sie sich rechtzeitig, welche Versicherungen ihr Pferd für den Urlaub benötigt. Eine Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall Pflicht. Falls Sie Ihre Reise in das Ausland planen, erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob Ihre Versicherung auch im Urlaubsland greift. Bei einigen Versicherungen besteht Angabepflicht bei Standortwechsel! Gleiches gilt auch für Tierlebens- und Krankenversicherung. Bei längeren Transporten kann es sinnvoll sein eine Transportversicherung abzuschließen.

Umgebung vor Ort checken

Erholung und Entspannung für Pferd und Reiter will wohl geplant sein. Machen Sie sich frühzeitig ein Bild über die Umgebung des Pferdes. Ferien auf dem Bauernhof bieten sich zwar an, können jedoch schnell zur Stressveranstaltung werden.

Kennt Ihr Pferd beispielsweise weder Landmaschinen, Trecker, noch Schafe oder Kühe kann die ländliche Idylle schnell zum Hexenkessel werden. Eine ernährungsbedingte Unterstützung der Nerven sorgt für Entspannung und kann über die gesamte Zeit des Urlaubs fütterungsbedingt für eine stressfreie Zweisamkeit sorgen.

Stall- und Wiesencheck

Wie ist die Unterbringung am Urlaubsort geplant? Klären Sie Haltungsbedingungen im Vorfeld genau ab. Gibt es Paddocks oder Weidegang? Einzel oder Gruppenhaltung? Wie wird eingestreut und gefüttert?

Fütterung – Denken Sie an ausreichend Kraftfutter und Heu

In vielen Fällen ist es möglich, das Pferd mit dem gewohnten Futter zu versorgen – es also für die Urlaubszeit mitzunehmen.

Equidenpass, Gesundheitszeugnis, ggf. Zolldokumente

Ist der Eqidenpass im Reisegepäck? Im Equidenpass sind Impfung und letzte Entwurmung normalerweise notiert. Sind Impfung und Wurmkur aktuell?

Bei vor 1997 geborenen Pferden werden Impfdaten oft in einem separaten Pass geführt – bitte denken Sie ggf. auch daran.

Teilweise wird in den Urlaubsländern ein Gesundheitszeugnis verlangt.

Zollformalitäten entfallen innerhalb der EU. In Nicht-EU-Ländern wie der Schweiz verhält sich die Sache etwas komplizierter. Dort müssen Sie Ihr Pferd in der Regel verzollen oder beim zuständigen Heimatzollamt ein Zolldokument beantragen. Informieren Sie sich also im Voraus über die Einreisebestimmungen Ihres Urlaubsziels.

An EXTRAS denken (Packtaschen, Wetterfeste Kleidung und Co.)

In puncto Ausrüstung gilt für Sie und Ihren Sportpartner Pferd: Braucht es im Urlaub etwas Spezielles oder Neues? Notieren Sie sich, was EXTRA benötigt wird, wie beispielsweise Packtaschen für den Wanderritt oder Stricke zur Befestigung bzw. zum Einzäunen eines kleinen Paddocks. Ist ausreichend Regen-und Wetterschutzbekleidung vorhanden?

Hufbeschlag checken

Ist der Hufbeschlag bzw. das Ausschneiden der Hufe sinnvoll ins Zeitmanagement integriert? Idealerweise ist der Beschlag nicht mehr ganz neu – zirka 3 Wochen alt- aber keinesfalls abgenutzt. Eventuell stellt das Gelände vor Ort besondere Ansprüche an den Hufschutz (steinige Gegenden). Denken Sie bei bestehendem Sonderbeschlag an Ersatzeisen, falls der örtliche Schmied diese nicht vorrätig hat.

TransportCheck

Die Fahrt zum Ziel sollte keine große Belastung darstellen. Ist Ihr Pferd an Transporte gewöhnt sollte es keine Probleme geben. Erfahrene Turnierpferde bleiben an Bord eher cool als Vierbeiner, die selten transportiert werden. Bei unerfahrenen Pferden ist es vorteilhaft sowohl das Verladen, als auch das Anbringen und Tragen der Transportgamaschen vorher zu üben.

Eine Transportzeit von acht Stunden sollte nicht überschritten werden. Über einen Zwischenstopp, eventuell mit Übernachtung sollte in diesem Fall nachgedacht werden.

Verkehrssicherheit des Transporters überprüfen

Wie sieht es mit Hänger oder Lkw aus? TÜV vorhanden? Reifen ok? Überprüfen Sie den Luftdruck, bei Anhängern auch die Stromführung, damit Bremslicht und Blinker funktionstüchtig sind. Sind Sie routiniert im Anhänger fahren, oder ist es sinnvoll Ihre Fahrkünste etwas aufzufrischen?


Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach Tierärzten vor Ort. Das Speichern der Telefonnummer im Handy kann im Notfall sehr hilfreich sein. Für eine kleine Erstversorgung ist eine Notfallapotheke mit abgerundeter Schere, elastischer selbstklebender Binde und sterilen Auflagen als beruhigendes Hilfspaket zu empfehlen.

Doping – ja oder nein?

Immer wieder stellt sich das Problem: „Ist mein Pferd mit den gegebenen Produkten nun Doping positiv?“ Zwar gibt es auf den Listen der verbotenen Substanzen (Dopingliste) Regelungen, die einen bestimmten Prozentsatz vieler Kräuter in Verbindung mit Futtermitteln zulassen, jedoch ist es oft nicht zu vermeiden, dass wildwachsende Kräuter beim Weidegang von den Pferden aufgenommen werden, die ebenfalls zu den verbotenen Substanzen gehören.

Für viele scheint es unverständlich, dass Kräuter auf diesen Listen aufgereiht sind, die in unserer Natur wachsen. Natürlich, denn wie soll es sich vermeiden lassen, eine artgerechte Pferdehaltung, und zwar mit Weidegang, zu ermöglichen, wenn man ständig „Gefahr“ laufen muss, dass unsere vierbeinigen Lieblinge Kräuter, die auf der Weide wachsen, aufnehmen und somit Doping positiv sind? Dieses Thema beschäftigt uns und wahrscheinlich alle Pferdebesitzer.

Wildwachsende, heimische Pflanzen, die auf der Liste der verbotenen Substanzen zu finden sind, sind bei uns in Norddeutschland:

  • Brennnessel
  • Eibisch
  • Fichtennadeln
  • Goldrute
  • Johanniskreuzkraut
  • Kamille
  • Primel
  • Rosmarin
  • Rosskastanie
  • Schafgarbe
  • Spitzwegerich
  • Teufelskralle
  • Thymian
  • Weidenrinde
  • Wermut

Wenn man sich diese Auflistung einmal genau anschaut wird deutlich, dass es unmöglich erscheint, unsere Pferde vor diesen Substanzen zu schützen bzw. sie daran zu hindern, es auf der Weide aufzunehmen. Und warum sollten sie es auch nicht? Einige Kräuter gehören einfach zu „Leckerbissen“ für Pferde. Zudem benötigen sie sie, um z. B. ihr Immunsystem oder auch ihren Stoffwechsel natürlich zu unterstützen (Eibisch, Johanniskraut).

Um speziell auf diese beiden Pflanzen einmal genauer Bezug zu nehmen, möchten wir Ihnen kurz erläutern, was durch diese im Körper bewirkt werden kann.


Werbung EquiGreen Nervennahrung


Eibisch

Eibisch hat eine reizlindernde und auch abwehrsteigernde Wirkung, welches auch in unserem HustaVet akut zu finden ist.

Johanniskraut

Johanniskraut ist zwar, in großen Mengen aufgenommen, giftig für Pferde, jedoch in vielen Bereichen einsetzbar. Es kann eine abschwellende, adstringierende (zusammenziehend), antibakterielle, beruhigende, entzündungshemmende, krampflösende, schleimlösende, schmerzstillende und tonisierende (kräftigend) Wirkung haben.


Warum also, werden Pflanzen, die auf den heimischen Weiden wachsen, auf die Liste der verbotenen Substanzen gesetzt? Es sind „Produkte“, vollkommen ohne chemische Zusätze, ausschließlich mit natürlicher Wirkung.

Was spricht nun also dagegen, unsere Pferde mit den Kräutern zu versorgen, wenn es doch prinzipiell gut für sie ist? Denn um einmal auf die heutzutage fast überall angewandten syntetischen Vitamine zu sprechen zu kommen… sie sind von der Natur als Futter nicht vorgesehen. Früher bekamen die Pferde auch keine synthetischen Futterzusätze, sondern lebten lediglich von natürlichen Produkten und sie konnten trotzdem ihre volle Leistung erbringen.  Erst vor einigen Jahrzenten ist es durch die industriell gefertigten synthetischen Futtermittel notwendig geworden, die Pferde zusätzlich mit Naturprodukten zu versorgen.

Gesundheit hat das Ziel der Aufrechterhaltung einer innerkörperlichen Balance, die nur durch richtige Fütterung erhalten werden kann. Um nun den Zusammenhang zu den Pflanzen herzustellen ist es wichtig zu wissen, dass Pflanzen nicht mit den Inhaltsstoffen wirkt, sondern als Komposition. So ist es auch zu erklären, dass „Giftpflanzen“ nur durch eine hohe Konzentration ihres Inhaltstoffes an Versuchstieren getestet werden und erst dadurch als giftig bezeichnet werden und auf die Verbotsliste gesetzt werden. Da diese Inhaltsstoffe in solch einer hohen Konzentration in der Pflanze aber gar nicht vorkommen, fügt es dem Tier auch nicht allzu große Schäden zu. Merke: Die Dosis macht das Gift!

Wenn wir einen Blick auf die Wildpferde werfen, können wir feststellen, dass sie die Intelligenz besitzen, selbst zu merken und zu entscheiden, was ihnen grade fehlt und durch welche Pflanzen sie ihrem Körper etwas Gutes tun können. Mittlerweile werden jedoch Pferdeweiden nur noch so angelegt, dass möglichst viel Gras statt „Unkraut“ wächst. Da wir aber wissen, dass Kräuter unumgänglich für Pferde sind, bleibt es nicht aus, diese zuzufüttern. Denn wie sollen sie ihren Körper selbst im Gleichgewicht halten, wenn alle für sie notwendigen Pflanzen von den Wiesen ferngehalten werden?

Natürliche Hufgesundheit

Für ein gutes Hufwachstum hält die Natur eine Vielzahl an Kräutern und Co. bereit, die zu einer guten Ernährung des Hufes nötig sind. Besondere Bedeutung für ein gutes Huf- und Fellwachstum kommt hier dem Biotin zu. Biotin ist im Grunde nichts anderes als ein Vitamin B-Komplex, welcher durch eine gute Ernährung und eine ausgeglichene Darmflora vom Körper selbst in vollkommen ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden kann.

In der Pferdeernährung sind große Mengen an Vitamin B über eine Fütterung von Hefe und Kräutern zu erreichen.

Bei Störungen des Hufwachstums ist eine Unterstützung auf natürliche Art die bessere Wahl. Der Körper sollte weiterhin in der Lage sein, seine von ihm benötigten Stoffe selbst herzustellen. Als sehr umstritten gilt es, sie auf synthetischem Wege zuzuführen.


Werbung Equigreen Huföl


Biotinproduktion des Pferdes

Aus diesem Grund macht es Sinn, langfristig die körpereigene Biotinproduktion des Pferdes anzuregen. Hierfür sollten einige Grundlagen in der Pferdeernährung beachtet werden:

Pferde sollten qualitativ hochwertiges Futter erhalten. Besonders auf eine ausreichende Zufuhr von  einwandfreiem Heu (1–1,5 kg pro 100 kg Lebendgewicht) sollte geachtet werden, da die Biosynthese des Biotins von einer gut funktionierenden Darmflora abhängig ist. Die Kraftfutterration sollte dem tatsächlichen Energiebedarf angemessen sein. Das richtige Verhältnis zwischen Rau- und Kraftfutter spielt für den Ph-Wert des Darms eine große Rolle – nur bei einem nicht zu saurem Ph-Wert ist eine gute Bereitstellung von natürlich hergestelltem Biotin durch die Mikroorganismen im Darm möglich.


Eine Verbesserung der Dickdarmverdauung mit Hefen, Leinsamen und Kräutern führen langfristig zu einer besonders gesunden Entwicklung der Mikroorganismen im Dickdarm.

Bei gestörtem Hufstoffwechsel kann die Ursache zudem auch in einer unzureichenden Fütterung mit Spurenelementen und anderen Mineralstoffen begründet sein.

Gelenkschäden werden meist erst spät erkannt

Im Bereich des Knorpels spürt das Pferd keinen Schmerz. Dies ist tückisch, denn bei Schädigungen am Gelenkknorpel zeigt das Pferd meist keine Lahmheit – bedenkliche Veränderungen bleiben verborgen. Erst bei entzündlichen Prozessen wird oft ein warmes mit Flüssigkeit gefülltes Gelenk vorgefunden.

Die dadurch hervorgerufenen Schmerzen sind nun auch am Gang zu erkennen. Ein Knorpelschaden wird im Anfangsstadium selten erkannt, geringgradige Symptome werden häufig nicht wahrgenommen. Durch kontinuierliche Bewegung stabilisiert sich die Funktion vorerst. Das Pferd wird also weiterhin belastet, was zum Fortschreiten der Schädigungen am Gelenkknorpel führt.


Chronische Gelenksprobleme

Da der Knorpel eine geringe Regenerationsfähigkeit besitzt und die Grenze der Belastbarkeit häufig überschritten wird, entwickeln sich oft chronische Gelenksprobleme wie Arthrose. Ähnlich ist die Situation bei einer Störung der Skelettentwicklung. Beim Wachstum des jungen Pferdes finden Umbildungsprozesse von Knorpel zu Knochen statt. Treten hierbei Störungen auf, so können durch ungleichmäßige Verknöcherung des Knorpelgewebes Verdickungen des Knorpels entstehen. Das Gewebe kann aufgrund der Verdickungen nicht ausreichend mit Gelenkflüssigkeit ernährt werden, was zur Verringerung der Elastizität unter Belastung führt.


Werbung ArthroGreen Collagen


Osteochondrosis dissecans

Im ungünstigsten Fall lösen sich Knorpel- oder Knochenfragmente heraus, die sich dann frei im Gelenk bewegen. Hier spricht man von einem OCD-Befund – auch Chips oder Gelenkmäuse genannt. In diesem Fall bleiben ebenfalls häufig Symptome aus. Viele Pferde lahmen meist erst unter Belastung. Je nachdem an welcher Stelle sich der Chip im Gelenk befindet, kann er gering- bis hochgradige Schmerzen und Schäden auslösen.

Gelenkschäden bei Pferden sind multifaktoriell bedingt

Verschiedene Faktoren spielen bei der Entstehung von Gelenkschäden eine Rolle. Hierbei ist u.a. die Nutzung, Haltung / Bewegung und Fütterung des Pferdes entscheidend. Die Stallhaltung bei Pferden wird häufig praktiziert. Oftmals werden die Tiere täglich geritten, um Bewegung zu erhalten oder für Wettkämpfe trainiert zu werden.

Gleichmäßige Bewegung

Andererseits sind viele  Pferdebesitzer zeitlich eingeschränkt und lassen deshalb ihre Tiere auch gern zum Ausgleich frei in der Halle laufen. Problematisch ist dabei, dass häufig keine Aufwärmphase durchgeführt wird. Die Pferde werden nach langen Standzeiten im Stall frei in der Halle laufen gelassen, was zum sofortigen Austoben des Kraftüberschusses führen kann. Der Gelenkknorpel benötigt aber eine gewisse Zeit, um Belastungsmomente durch Elastizität abzufangen. Das Pferd sollte in einer Aufwärmphase, ob beim Reiten oder vor dem Freilaufenlassen, langsam und kontinuierlich auf höhere Belastungsmomente vorbereitet werden.

Durch gleichmäßige Bewegungen füllen sich die Gelenke langsam mit Flüssigkeit, sodass der Knorpel nach einiger Zeit seine Aufgabe als Stoßdämpfer erfüllen kann. Beim ursprünglichen Wildpferd bestand diese Problematik nicht. Es legte lange Strecken bei der Futteraufnahme zurück und bewegte sich dabei langsam über mehrere Stunden pro Tag.

Bei Fohlen sind lange gleichmäßige Bewegungseinheiten besonders wichtig, damit sich die Gelenke gut entwickeln können und langfristig an Stabilität gewinnen. Schwierig gestaltet sich die Situation der früh im Jahr geborenen Fohlen, da sich oft die Möglichkeit von langen Bewegungseinheiten auf der Weide nicht bietet. Häufig werden die Fohlen im Stall gehalten und erhalten tagsüber meist nur für ein paar Stunden Auslauf, wo sie sich frei bewegen können. Die Wachstumsraten sind bei jungen Pferden am höchsten, dementsprechend herrscht hier ein enormer Nährstoffbedarf.


Werbung ArthroGreen


Knorpelschutzstoffe

Aber auch ältere Pferde, Freizeitpferde und Sportpferde benötigen bestimmte Nährstoffe für den Gelenkstoffwechsel. Hier spielen Knorpelschutzstoffe wie Glykosaminoglykane, Chondroitinsulfate aber auch Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren eine wichtige Rolle. Die Wirkung der genannten Knorpelschutz- und Aufbaustoffe lässt sich noch durch das Hinzufügen von Mikronährstoffen wie die essentiellen Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien (Vitamin C, E, und anderen), aber auch Mineralstoffen wie Calcium verbessern.

Es sollte beachtet werden, dass nicht zu hohe Mengen an energie- und proteinreichem Futter zugefüttert werden. Dies beschleunigt das Wachstum junger Pferde erheblich, was zu einer enormen Überbelastung des Skelettes führen kann. Die hohen Zunahmen können die Gelenke stark belasten, weshalb diese anfälliger für Schädigungen sind.

Der Fellwechsel beim Pferd

Futterdefizite vermeiden

Der Fellwechsel beginnt bereits mit den ersten Temperaturerhöhungen im Januar. So richtig los geht es mit den ersten Sonnenstrahlen im März – die  Dauer der Tageslichthelligkeit spielt in dieser Zeit eine entscheidende Rolle.

Das plüschige Winterfell, das gegen eisige Temperaturen schützt, wird durch das feinere, dünnere und luftdurchlässigere Sommerfell ersetzt. Diese Höchstleistung des Organismus fordert dem Stoffwechsel der Tiere einiges ab, müssen doch einerseits die Haare abgeworfen werden, andererseits neue Haare gebildet werden.

Eine Optimierung des Stoffwechsels und damit seiner Hauptentgiftungsorgane Leber und Niere kann einen entscheidenden Beitrag zum schnellen und problemlosen Fellwechsel leisten.


Werbung EquiGreen Fell und Haut


Sind Leber und Niere in Ihrer Entgiftungsleistung überlastet, sucht der Körper sich andere Wege seine Giftstoffe auszuscheiden.

Bei den Pferden wird in diesem Fall in erster Linie die Haut als sekundäres Entgiftungsorgan in Anspruch genommen, ferner kann eine zusätzliche Entgiftung über den Darm oder auch  immer wiederkehrende Infekte der Atemwege auf eine Überlastung der Hauptstoffwechselorgane hinweisen.

Diese Zusammenhänge erklären die in dieser Zeit erhöhte Anfälligkeit für Hautstörungen wie Mauke, Infekte wie Husten und Erkältung oder auch Verdauungsstörungen (Kotwasser, Durchfall).

Eine gesunde Ernährung erleichtert den Fellwechsel. Große Bedeutung hat dabei die Futterqualität. Die Fütterung von Müslis oder Pellets mit einer Vielzahl an synthetischen Vitaminen, Mineralstoffen, Lock und Aromastoffen kann den empfindlichen Organismus des Pferdes nachhaltig stören. Mit Bakterien oder Pilzen verunreinigter Hafer, Heu oder Silage schädigt die Darmflora. Das Immunsystem des Darmes wird beansprucht, die Nährstoffreserven zur Entgiftung der Leber sinken. Folgen einer Fütterung mit ungeeigneten bzw. kontaminierten Futtermitteln zeigen sich nicht direkt. Oftmals vergehen 1 bis mehrere Jahre, bis der Stoffwechsel in seiner Leistung beeinträchtigt ist und sich Störungen im Bereich von Haut und Atemwegen zeigen. Dies geschieht meist in der Zeit des Fellwechsels. In dreifacher Hinsicht kann man diesem Problem begegnen:

  1. Einsatz absolut hochwertiger Futtermittel ohne synthetische Zusätze (Raufutter von hoher Qualität)
  2. Verfütterung hochwertiger, naturbelassener Nährstoffe für den Aufbau von Fell- und Haarkleid (Mineralstoffe,Vitamine und Spurenelemente)
  3. Verfütterung von essentiellen Fettsäuren – kaltgepresste Futteröle

Futteröl – essentielle Fettsäuren für glänzendes Fell

Öle dienen einerseits der Energielieferung. Andererseits macht sie der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren essentiell, also lebensnotwendig und damit zu einem wichtigen Bestandteil der Pferdefütterung.

Eine Futterergänzung durch Öle, bestenfalls in Form von kaltgepressten Ölen, unterstützt den Prozess des Fellwechsels. Zudem sorgen sie dafür, dass die fettlöslichen Vitamine A und E aus dem Futter (z.B. Möhren) besser aufgenommen werden.

Zusätzliche Unterstützung im Alter

Bei älteren Tieren dauert der Fellwechsel unter Umständen länger, dieses liegt an der Verlangsamung des Stoffwechsels mit steigendem Lebensalter und ist nicht unbedingt krankhaft. Eine ausgewogene Kombination von Weißdorn zur Kreislaufunterstützung in Verbindung mit durchblutungsanregendem Ingwer und Gingko kann das ältere Pferd optimal unterstützten.

Selen

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Natürliche Quellen vs. Zusatzstoffe pro kg

Die Kontroverse ist bekannt: Die Antwort auf die Frage „Wie viel von welchem Stoff benötigt mein Pferd nun wirklich?“ wird mit vielen Tabellen, Programmen und Rechnungen anhand von statistischen Durchschnittswerten und isolierten Daten aus Fütterungsversuchen verschiedener Hersteller und Universitäten versucht zu finden. Aber zum Einen gibt es ein statistisches Durchschnittspferd genauso wenig wie einen Durchschnittsmenschen und zum Anderen wurden diese Daten in der Regel anhand von den in konventionellen Mineral- und Kraftfuttermitteln vorherrschenden anorganischen und synthetischen Stoffen über Blutanalysen ermittelt.


Allenfalls chelatierte Mineralstoffe und Spurenelemente, die an eine organische Trägersubstanz (Hefe) gebunden wurden, werden berücksichtigt und in diesem Zusammenhang als „organisch gebunden“ bezeichnet. Aber die in der Natur vorkommenden Stoffe und Verbindungen – also echte organisch gebundene Mineralien, Spurenelemente und natürliche Vitamine etc.- an die das Leben auf der Erde ja angepasst ist, fließen in diese Berechnungen in den seltensten Fällen mit ein. Hinzu kommt, dass die Kontrolle der Aufnahme dieser Stoffe über Blutanalysen nur begrenzt aussagekräftig ist, da hier nicht nachgewiesen werden kann was schlussendlich in die Zelle gelangt, sprich was der Organismus nun tatsächlich verwenden kann. Denn gerade hier besteht ein großer Unterschied
zwischen natürlichen Mikronährstoffen und den synthetischen und anorganisch gebundenen „Zusatzstoffen pro kg“ auf dem Etikette. Letztere müssen sowohl um vom Körper nutzbar zu sein, wie auch um wieder ausgeschieden werden zu können durch Stoffwechselprozesse umgebaut werden, während Mikronährstoffe aus natürlichen Quellen in einer Form vorliegen die sowohl leicht aufgenommen werden kann wenn sie benötigt wird als auch bei Überangebot wieder gut ausgeschieden werden kann ohne den Organismus unnötig zu belasten.

Bei den chelatierten Mineralstoffen und Spurenelementen ist die Aufnahme durch die Bindung an die organische Hefe erleichtert, aber die Zelle erkennt nur die Hefe und nimmt diese als solche auf. Wird das an sie gebundene Element benötigt ist dies auch gut, besteht aber kein Bedarf oder gar schon ein Überangebot muss die Ausscheidung wieder über aufwändige Umbau- und Entgiftungsprozesse des Stoffwechsels geschehen. Echte organisch-gebundene Mineralien und Spurenelemente hingegen können vom Organismus als solche erkannt und daher bei Bedarf sofort verwendet oder eben wieder ausgeschieden werden ohne den Stoffwechsel unnötig zu belasten. Das hat zu Folge, dass der tatsächliche Bedarf an natürlichen Mikronährstoffen meist deutlich unter dem durch Analysen berechneten liegt, da ihre Bioverfügbarkeit sehr viel besser als die der zur Berechnung verwendeten Zusatzstoffe ist. Aber auch eine Überversorgung ist sehr viel unproblematischer da die Ausscheidung nicht benötigter Stoffe natürlichen Ursprungs sehr viel einfacher erfolgt.


Gerade das Pferd als ein auf rohfaserreiche, eiweißarme Nahrung angepasster Pflanzenfresser ist in seiner Entgiftungskapazität und Stoffwechselfunktion insbesondere von Leber und Nieren nicht sehr leistungsfähig und bekommt sowohl was den Umbau von schwerer verfügbaren Stoffen wie auch die Elimination von nicht benötigten angeht sehr schnell Probleme. Dies gilt auch und im besonderen Maße für synthetische Vitamine deren Verfügbarkeit oft gering ist während ihre Elimination insbesondere bei den fettlöslichen Vitaminen hauptsächlich über die Leber geschieht. Denn diese werden sowohl wegen ihrer schlechten Verfügbarkeit wie auch zur Haltbarmachung als Antioxidans häufig um ein vielfaches überdosiert.

Ein sehr gutes Beispiel um diese Zusammenhänge zu demonstriert das mit einer sehr geringen therapeutischen Breite (d.h. der Abstand zwischen Bedarf und Toxizität ist sehr gering) ausgestattete Selen. Die meisten Binnenlandgebiete in Deutschland und Nachbarstaaten sind so genannte Selenmangelgebiete, im Boden ist nicht genug natürliches Selen vorhanden um den Bedarf zu decken. Nun ist es ja teilweise schon fast Mode (gewesen?) viele gesundheitlichen Probleme auf eben diesen Selenmangel zurückzuführen. Als Therapie werden dann Selenpräparate mit meist anorganisch gebundenem Selen gegeben. Durch die enge Grenze zwischen echtem Bedarf und beginnender Vergiftung und den oben erwähnten nötigen Stoffwechselvorgängen um diese Art von Spurenelement in für den Körper „verwendbare“ Form zu bekommen, kommt es hier häufig zu dem Phänomen, dass gleichzeitig sowohl ein Mangel an verfügbarem Selen wie aber auch eine Selenvergiftung vorliegt. Denn gerade diese Präparate werden oft Pferden gegeben die ohnehin schon Stoffwechselprobleme mit meist eingeschränkter Leberfunktion haben, und daher nicht genug Selen in eine verwertbare Form umgebaut bekommen bzw. die vorhandene Form nicht ausgeschieden bekommen bevor toxische Effekte eintreten.

Wenn man jetzt aber weiter denkt und sich überlegt wo und welcher Form Selen in der Natur vorkommt, in den Gebieten wo kein Mangel herrscht, wie eben zum Beispiel am Meer, führt dies zu folgender Erkenntnis:
Wenn die natürlich vorkommende Form des Selen die gleiche Problematik hervorrufen würde, müssten ja alle Tiere und Menschen die in diesen Regionen leben und lebten unter diesen Vergiftungserscheinungen leiden. Dies ist natürlich nicht der Fall, denn das Meer gilt nicht umsonst als der Ursprung des
Lebens und das in marinen Gebieten vorkommende Selen ist eben jenes, an welches die Lebewesen auf diesem Planeten angepasst ist. Daher kann es als Selen erkannt und sowohl leicht aufgenommen wie auch bei Überangebot einfach ausgeschieden werden kann ohne zu Vergiftungen zu führen. Dies veranschaulicht eindrucksvoll dass oft ein großer Unterschied zwischen Mikronährstoffen
aus natürlichen Quellen und den als Zusatzstoff hergestellten besteht und
das sowohl in Wirkung wie auch in möglicher Nebenwirkung.

Natur vs. Chemie

Tägliche Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen

Natur vs. Chemie oder: Natürliche Nahrungssergänzungen vs. synthetische Zusätze

Wenn man sich unseren Partner Pferd anschaut, hat man das Gefühl, dass unsere Vierbeiner in den letzten Jahren für die unterschiedlichsten Arten von Erkrankungen immer anfälliger wurden. Gab es beispielsweise früher „nur“ die Futter-, Geburts- oder Belastungsrehe durch nachvollziehbare Ursachen, stehen wir diesen gesundheitlichen Einschränkungen heute schon nach kleinsten Auslösern scheinbar machtlos gegenüber. Auch wird die Vielzahl an unterschiedlichen „neuen“ Krankheiten und Krankheitsbildern wie Eorth, KPU und Co. immer größer.


Bei genauerer Betrachtung der Ernährung wird überdeutlich, dass die höhere Erkrankungsrate deutlich mit der Veränderung im Bereich der Fütterung korreliert. Gab es früher nur Heu und Hafer, ist heute eine Vielzahl verschiedener Müslis und Futterergänzungen auf dem Markt. Zu allem Überfluss wird dem kundigen Pferdebesitzer vorgegaukelt, dass sein Partner Pferd mit allen „nötigen“ Vitaminen und Mineralstoffen – in genauestens analysierter Menge – versorgt werden muss.

Da fragen wir uns doch: Wie haben unsere Vorfahren ihre Pferdezucht überhaupt
mit soviel Erfolg betreiben können? Oder liegt gerade hier der Schlüssel zur Gesunderhaltung unserer Pferde? In früheren Zeiten waren unsere Wiesen nicht so überdüngt, Wildkräuter – welche von den Pferden bei Bedarf gefressen wurden – waren noch in ausreichendem Maße vorhanden. Gefüttert wurde nach Leistung – und „nur“ naturbelassen, d. h. ohne Zusatz von EXTRA Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Vielleicht liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer rein
natürlichen Versorgung – frei von synthetischen Vitaminen, Lockstoffen, Aromen u.ä..


Werbung EquiGreen Futter


Während natürliche Vitamine in schützenden Strukturen aus Bioflavonoiden und Co. eingebettet sind, liegen synthetische (künstliche Vitamine) in freier Form vor. Bei Bedarf werden bei einer rein natürlichen Fütterung Vitamine durch ein ausgeklügeltes System mit Hilfe von Enzymen und anderen Hilfsstoffen „aufgeknackt“ und resorbiert. Bei einem Überangebot oder nach Deckung seines Bedarfs, lässt der Organismus die Vitamine samt seiner Ummantelung passieren – es kommt zu keiner weiteren Vitaminaufnahme. Im Gegensatz dazu liegen die synthetischen Vitamine in hochaufgeschlossener Form zur sofortigen Resorption vor. Eine Bedarfskontrolle entfällt und es kommt zu einer „Zwangsresorption“. Dieses Unterlaufen der natürlichen Kontrolle kann zu einer Hypervitaminose (Vitaminüberversorgung) als auch zu schweren Stoffwechselbelastungen führen. Denn alles was dem Organismus ohne Bedarf zugeführt wird, muss aufwendig über Leber und Niere wieder umgebaut und ausgeschieden werden. Des Weiteren können diese künstlich hergestellten Mikronährstoffe die Natürlichen nur unzureichend ersetzen, da die natürlichen Vitamine in speziellen Strukturen u.a. mit Bioflavonoiden vereint sind. Zum einen spielen diese Bioflavonoide für den Organismus auch eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Gesunderhaltung, zum anderen sind viele unserer Mikronährstoffe nur unzureichend künstlich zu kopieren.

Auch stehen diese „nachgemachten“ Mikronährstoffe immer mehr unter Verdacht, hormonellenzymatische Vorgänge im Organismus zu unterlaufen und die Stoffwechselfunktionen nachhaltig zu stören. So läuft z.B. die starke Zunahme vieler Stoffwechselentgleisungen wie EMS, Rehe, KPU, usw. zeitlich parallel mit dem vermehrten Aufkommen vitaminisierter und mineralisierter Kraftfutter für Pferde ab. Der Organismus des Pferdes wird in seiner Stoffwechselleistung schlichtweg überfordert und versucht diese eingebrachten „Fremdstoffe“ auf unterschiedlichen Wegen aus seinem Körper zu eliminieren. So reagieren die Pferde beispielsweise mit einer Entgiftung über das Stoffwechselorgan Haut – mit allen bekannten Folgen – oder auch über die Schleimhäute mit immer wiederkehrendem Kotwasser oder Durchfall, bis hin zu schwerwiegenden Atemwegserkrankungen.


Um diesen unkalkulierbaren Risiken aus dem Weg zu gehen, sollte jeder Pferdebesitzer als erstes auf die Zufütterung derartiger Futter- und Futterergänzungen verzichten. Zu erkennen sind synthetische Zusätze an
den Auflistungen unter Formulierungen wie „Zusatzstoffe je kg“ oder „Gehalt an Zusatzstoffen“ auf dem Futtersack. Eine naturnahe Ernährung sollte sich an dem Speiseplan wildlebender Tiere orientieren. So wurde bei Beobachtungen von wildlebenden Pferden in Naturschutzgebieten und Biotopen festgestellt, dass sie an die Rinden der Bäume und Sträucher gehen. Von diesen Pferden und ihrem Fressverhalten sollte man lernen, wie man sein eigenes Pferd gesund ernähren kann. Die Natur bietet uns eine Vielzahl an Möglichkeiten, unsere Pferde ohne künstliche Zusätze ausgeglichen zu ernähren und Mangelerscheinungen entgegenzuwirken. Kräuter, welche Pferde in freier unberührter Natur zu sich nehmen würden, können durch speziell aufeinander abgestimmte rein natürliche Futterergänzungen sinnvoll ersetzt werden und den Organismus des Pferdes in seiner Gesundung wirkungsvoll unterstützen.